Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
laut einer Kurznachricht auf dem Portal Eurailpress vom 11.02.2025 („Deutschlandticket: Sonder-VMK beschließt Stufe 2“) hat sich die Verkehrsministerkonferenz einstimmig auf die Einführung der postleitzahlbasierten Einnahmeaufteilung für das Deutschlandticket geeinigt. Der Start hierfür ist demnach für den 01.05.2025 geplant. Meines Wissens nach sah ein Vorentwurf vor, dass drei Prozent in die sog. „17. Schublade“ fließen, mit der die Fremdnutzung von Tickets zwischen den Bundesländern berücksichtigt werden soll. Dies ist für Erfurt interessant, da hier mutmaßlich auch viele Touristen mit Deutschlandticket den ÖPNV nutzen. Weiterhin sei im Vertragsentwurf ein Vertriebsanreiz vorgesehen
Vor dem Hintergrund der komplexen Einnahmesituation mit dem Deutschlandticket stelle ich folgende Fragen:
1. Lässt sich prognostizieren, ob sich das neue Verfahren positiv oder negativ auf die Einnahmesituation der Erfurter Verkehrsbetriebe AG auswirkt, und wenn ja wie stark?
2. Wie hoch ist der Anteil der Erfurter mit Deutschlandticket, die dieses bei der EVAG direkt kaufen?
3. Welche Maßnahmen plant die Stadtverwaltung gemeinsam mit der EVAG, um noch mehr Erfurter zu erreichen, ihr Ticket direkt bei der EVAG zu kaufen, um vom Vertriebsanreiz zu profitieren?
Zur Antwort des Oberbürgermeisters: https://buergerinfo.erfurt.de/bi/vo0050.php?__kvonr=60909