Pressemitteilung

Zum Weltfahrradtag am 3. Juni

Anlässlich des Weltfahrradtags am 3. Juni erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, Laura Wahl:

„Die Coronakrise ändert das Mobilitätsverhalten der Deutschen. Sie haben ihr Auto in den letzten Wochen seltener genutzt und sind häufiger Rad gefahren. So hat sich die durchschnittliche Nutzungszeit des Fahrrads am Tag laut Daten des Marktforschungsinstituts GfK mehr als verdoppelt. Statt weiten Ausflügen mit dem Auto unternehmen die Menschen auch am Wochenende mehr Spaziergänge und Radtouren. Das hat laut den Daten unter anderem dazu geführt, dass am Sonntag den 12. April, die Menschen durchschnittlich länger auf dem Fahrrad als im Auto saßen.“

„An vielen Stellen ist die Radinfrastruktur in Thüringen leider noch nicht gut ausgebaut. An manchen Kreuzungen lassen sich deshalb die Corona-Abstandsregeln nur schwer einhalten. Berlin ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat mit Pop-Up Radwegen schnelle Lösungen gefunden. Dies sollten wir uns in Thüringen zum Vorbild nehmen. Meine Fraktion setzt sich deshalb für eine bessere Radinfrastruktur in den Kommunen ein. Denn die neuen Radfahrenden werden nur dabei bleiben, wenn sie gute Radwege vorfinden, auf denen sie sich sicher fühlen“, so Wahl.

„Wenn mehr Menschen Rad fahren, dann hat das für Kommunen viele Vorteile.  Die Luft wird besser, der Lärm ebbt ab und der Platzbedarf für den ruhenden Verkehr, also insbesondere die parkenden Autos, sinkt. Diese Vorteile der Mobilitätswende können allerdings nur Realität werden, wenn die Bundesregierung endlich die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft. Die angedachte Autoprämie wäre klima- und wirtschaftspolitisch eine gravierende Fehlentscheidung, die zu noch mehr Autoverkehr anstatt guter Mobilität für alle führen würde. Weitaus gerechter wäre, allen Menschen eine Umweltmobilitätsprämie zu ermöglichen, von der nicht nur Autokäufer*innen profitieren. Eine Umweltmobilitätsprämie, die man beispielsweise für die Fahrradreparatur, ein Abonnement im Nahverkehr oder Carsharing-Gebühren einsetzen könnte, würde klimafreundliches Mobilitätsverhalten belohnen und fördern. Seit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens sollte ein solcher Ansatz eigentlich selbstverständlich sein“, stellt Wahl abschließend klar.

Antworten