Kleine Anfrage

Stadtplanung vor dem Hintergrund des Klimawandels

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 22 März 2023 veröffentlichte die Tagespresse ein Interview mit dem Beigeordneten für Kultur und Stadtentwicklung. Darin ging Herr Dr. Knoblich auf die besondere Stellung des Petersbergs ein und auch auf die aktuellen Baumpflanzungen im Bürgergarten des Petersbergs. Vor dem Hintergrund der drohenden Hitze- und Dürresommer ist aus unserer Sicht eine Bepflanzung von prominenten Aufenthaltsbereichen durchaus wünschenswert. Darum begrüßen wir die neuen Bäume auf dem Petersberg sehr. Der Beigeordnete unterstrich in diesem Zusammenhang im besagten Interview auch, dass die Federführung für die Grünflächenplanung in seinem Dezernat liege. Da aber nicht nur der Petersberg betroffen ist, sondern die Hitzeperioden sich auf die gesamte (Innen-)Stadt massiv auswirken werden, und da gemäß der Drucksache 0085/23 die Zahl der notwendigen jährlichen Baumpflanzungen bei etwa 1.400 Bäumen liegt und aus den vergangenen Jahren (seit etwa 2010) inkl. der Fällsaison 2022/23 noch ca. 10.000 Ersatzpflanzungen offen sind1 – mittlerweile berichtete auch der MDR davon – bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen durch das Dezernat für Kultur und Stadtentwicklung:

  1. Welche weiteren Flächen auf dem Petersberg sind als mögliche Flächen für Baumstandorte vorgesehen? Bitte greifen Sie in Ihrer Beantwortung dem Rahmenplanung skizzenhaft voraus.
  2. Wann werden die restlichen, durch die BUGA 2021 notwendigen gewordenen Nachpflanzungen realisiert und wie viele sind konkret noch offen?
  3. Mit welcher Strategie wollen Sie den noch offenen und verpflichtenden Baum-Ersatzpflanzungen innerhalb ihres Dezernates begegnen? Gehen Sie dabei insbesondere auf die Alt- und Innenstadt ein.
  4. In welchem Zeitfenster wollen Sie den Rückstand der noch offenen Ersatzpflanzungen (10.000 Bäume) abbauen? Bitte in Jahresscheiben aufschlüsseln.
  5. Welche weiteren Strategien und konkreten Maßnahmen zur Klimaanpassung sieht Ihr Dezernat für die folgenden zehn Jahre vor?
  6. Wie hoch setzen Sie den Mittelbedarf – personell als auch finanziell – in diesem Zeitfenster für die oben vorgestellten Klimaanpassungsprozesse an?

 


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